Am Weihnachtsabend war noch etwas Essen übrig und meine Frau und ich hatten die Idee, Freyja mit Futterbelohnung etwas neues beizubringen.
Freyja sollte lernen:
- wie das Plüschtier auf dem Blog-Bild heisst und gaben ihm den Namen «Samichlaus».
- den Samichlaus in unserem Wohnzimmer zu suchen
- den Samichlaus unter anderen Plüschtieren zu finden
- den Samichlaus von meiner Frau zu mir zu bringen und umgekehrt
Dass Freyja dies rasch lernte, haben wir geahnt. Dennoch, in nur gerade fünf Minuten hat Freyja diese Aufgaben mit Futterbelohnung oder besser gesagt mit Futterlocken gelöst.
Fertig! Wo bleibt da die intrinsische Motivation?
Ein Beispiel aus unserer Lebenserfahrung
In einem unserer Kurse stellten wir vor Jahren den TN eine Aufgabe, welche innerhalb einer Woche zu lösen war.
Nach einer Woche hatten diejenigen, welche die Aufgabe mit Futterbelohnung lösten, die Aufgabe innerhalb von zwei/drei Tagen gelöst.
Jene TN, welche die spielerische Übung ohne Futter, sondern mit Spielbelohnung zu lösen versuchten, benötigten 5 Tage und mehr, oder hatten die Aufgabe nach einer Woche noch nicht gelöst.
Fazit:
Die TN, welche ohne Futter arbeiteten, haben sich eine ganze Woche mit ihrem Hund, mit zwischenartlicher Kommunikation, mit Beobachten und gegenseitigem Lernen und dem Versuchen, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen, mit ihrem Hund beschäftigt. Das ist doch einfach toll und sowas von bindungsfördernd.
Dein Hund kann mehr. Du bist mehr als die Futterhand. Der Weg ist das Ziel.
Hündische Grüsse
Hans-Jürg



